Jugendpolitische Forderungen des Landesverbandes

Jugendliche sind in Deutschland auf vielfache Weise von Ausgrenzung betroffen. Zum einen müssen sich Kinder und Jugendliche mit den systematischen Benachteiligungen und Formen der Ausgrenzung auseinandersetzen, die gesellschaftlich auf alle Menschen wirken. Darüber hinaus haben speziell Kinder und Jugendlichen eines gemeinsam: Das Ausgegrenzt-Sein von gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung aufgrund ihres Alters. Während jungen Menschen somit weiterhin die konsequente Anerkennung als selbstbestimmte Akteure nach Art. 2 der UN-Kinderrechtskonvention weitgehend verwehrt bleibt, erscheint stattdessen „die Jugend“ im gesellschaftlichen Diskurs zunehmend als bloßer Störfaktor. Wenn von Problemen gesprochen wird, geht es dabei  zumeist nicht um die Schwierigkeiten junger Menschen, sondern die Kinder und Jugendlichen selbst werden als das Problem dargestellt. So sind sie bspw. unangenehme Lärmquelle oder gar pauschale Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Eine eigenständige Jugendpolitik muss dieser Entwicklung entschieden entgegensteuern. Anstelle Ausgrenzung Vorschub zu leisten, müssen ernsthafte Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Mitgestaltung für junge Menschen ausgebaut werden, die ihre freie und selbstbestimmte Persönlichkeitsentwicklung fördern. Die Förderung und Sicherung der ehrenamtlich getragenen Jugendverbandsarbeit ist hierbei von entscheidender Bedeutung.