Die Spaltung der Arbeiter*innenbewegung – Zur Gründung der KPD

Als die hungernden und kriegsmüden Massen in der Novemberrevolution für Frieden und Brot und die fortschrittlichen Teile dieser Bewegung für die Vergesellschaftung der Betriebe und die Rätedemokratie aufstehen, verraten die SPD und die Gewerkschaften diese Kämpfe. Für Teile der Arbeiter*innenbewegung, insbesondere Teile der USPD sowie die Spartakus-Gruppe, besteht deshalb die Notwendigkeit, eine eigene Partei zu gründen. So wird am 31. Dezember 1918 die KPD – die Kommunistische Partei Deutschlands – gegründet. Vor welchen Hintergründen es dazu kam, welche Fragen auf dem Parteitag kontrovers diskutiert wurden und welche Auswirkungen die Gründung der KPD auf den weiteren Verlauf der Geschichte hatte – darum soll es in dieser Veranstaltung mit Freya Pillardy gehen.

Die interaktive Diskussionsveranstaltung findet statt im DGB-Jugendclub in der Spohrstraße 6 bis 8 in Kassel.


Die Veranstaltung gehört zum zweiten Teil der Reihe „Fragend blicken wir zurück, fragend schreiten wir voran.“ – 100 Jahre Novemberrevolution in Kassel und Deutschland


Neben dem zweihundertsten Geburtstag von Karl Marx und fünfzig Jahren 1968 jährte sich im letzten Jahr die Novemberrevolution zum hundertsten Mal. Vieles von dem, was uns lange selbstverständlich schien, kann auf die Ereignisse um den 9. November 1918 zurückgeführt werden: Die Überwindung des wilhelminischen Obrigkeitsstaats zugunsten der parlamentarischen Demokratie, das Wahlrecht für Frauen, die gesetzlich garantierte Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden, der Kampf um gesellschaftliche Teilhaberechte und die legalisierte Mitbestimmung von Betriebsräten in Unternehmen. Den 100. Jahrestag der Novemberrevolution nahmen wir zum Anlass, um an die Masseneuphorie des demokratischen Aufbruchs zu erinnern und verschiedene Perspektiven und Aspekte dieser Zeit, auch lokalhistorisch, zu beleuchten. Darüber hinaus wollen wir uns der Frage nähern, wie die gescheiterte Revolution und die hiermit verbundene Spaltung der Arbeiter*innenklasse mit der Machtübergabe an die NationalsozialistInnen 1933 in Verbindung zu bringen ist. In der gegenwärtigen Krise der Demokratie befragen wir die Visionär*innen der Vergangenheit nach den Möglichkeiten unserer Zukunft.


Das Programm des 2. Teils der 1918-Reihe umfasst:


06.06. – Vortrag Betriebsräte und Klassenkampf bei Karl Korsch
www.facebook.com/events/412329309612763

08.06. – Tagesseminar Die Entstehung betrieblicher Mitbestimmung
www.facebook.com/events/2341467859232545

10.06. – Stadtrundgang Die Novemberrevolution 1918/19 in Kassel
www.facebook.com/events/2376606099290432

14.06. – Vortrag Die Spaltung der Arbeiter*innenbewegung – Zur Gründung der KPD
www.facebook.com/events/836343930092001

17.06. – Vortrag Von Räten zu Betriebsräten mit Ralf Hoffrogge – Gewerkschaft in der Novemberrevolution 1918/19
www.facebook.com/events/421345321989950

21.06. – Stadtrundgang Die Novemberrevolution 1918/19 in Kassel
www.facebook.com/events/428357631045624

27.06 – Vortrag Freikorps, Konterrevolution, Nationalsozialismus
www.facebook.com/events/2325779594334092

05.07. – Vortrag Frauen der Novemberrevolution
www.facebook.com/events/396800804242776

12.07. – Lesung Die Achtstundenbewegung + Abschlussparty
Lesung Die 8-Stunden-Bewegung und die Durchsetzung des 8-Stunden-Tages und Abschlussparty
www.facebook.com/events/1105549346295929