Vortragsreihe: Global Solidarity

Eine Vortragsreihe des SJ-Rings Hessen Süd

11.12. – 21.12.2018

1. Vortrag:

Sichere Häfen – Seebrücke berichtet!

11.12.2018 / 19:30 Uhr / WWH (Rödelheimer Str. 14)
In dem Vortrag berichtet Melanie vom International Seebrücke Movement von der aktuellen Situation flüchtender Menschen im Mittelmeerraum und der politischen Praxis von Seebrücke:

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft. Statt, dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.

Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

2. Vortrag:

Solidarität - Was ist das eigentlich?

13.12.2018 / 19:00 Uhr / WWH (Rödelheimer Str. 14)


Begriffsgeschichte, theoretische und praktische Grundlagen eines Diffusen Begriffs.

Kaum ein Wort taucht in politischen Kontexten so häufig auf wie der Begriff der Solidarität. Ob als Vorwurf formuliert: „Voll unsolidarisch von dir!“, als Basis einer zukünftigen Gesellschaft vorangestellt: „Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität gründet“. Oder eben als Form des Zusammenschlusses bei politischen Protesten.
Doch die Bedeutung der Solidarität ist schwer zu greifen. Zu unterschiedlich wird der Begriff verwendet. Je undeutlicher ein Begriff, desto vielseitiger die Interpretationen. Ob dies der Grund für den häufigen Gebrauch ist? In jedem Fall klingt es gut von Solidarität zu reden. Alle können dabei ein diffus gutes Gefühl haben.
Doch was ist diese Solidarität? Welche Formen der Solidarität begegnen uns? Wie können wir mit dem Begriff unsere politische Praxis reflektieren? Welchen Gewinn hat die Solidarität für unsere Theorie?

Zur Referentin: Nele hat kürzlich in der neusten Ausgabe des ThUg-Magazin einen Artikel zum Thema „Solidarität“ veröffentlicht. Seit einigen Jahren ist sie bei den Falken in Bremen organisiert und stellt sich dort immer wieder die Fragen: Was tun? Wo anfangen?

In dem Vortrag berichtet Melanie vom International Seebrücke Movement von der aktuellen Situation flüchtender Menschen im Mittelmeerraum und der politischen Praxis von Seebrücke.

3. Vortrag:

Feminism without Borders

21.12.2018 / 18:30 Uhr / WWH (Rödelheimer Str. 14)

Doppel-Vortrag:


1. Vortragende: Prof Dr. Susanne Maurer, Uni Marburg und Forschungsprojekt REVERSE zum Thema "Anti-Feminismus - Ein internationales Phänomen, das nicht ohne Antwort bleibt..."

2. Vortragende: Judit Alema, DaMigra e.V. und MUT- Projekt zum Thema "Empowerment von geflüchteten Frauen* und Migrantinnen*"

1.: In ihrem Vortrag wird Frau Dr. Maurer von aktuellen Diskussionen und Fragestellungen innerhalb des Forschungsprojekts REVERSE erzählen, wie sie die gegenwärtigen Phänomene des "Anti-Feminismus" wahrnehmen und einordnen. Hierbei werden Bezüge hergestellt zu Angriffen auf Feminist*innen, Geschlechter-Vielfalt, Gender Studies etc. Der Fokus wir gleichzeitig auch auf Staaten wie Ungarn, Österreich, USA, Kanada gelegt und dabei Ausblicke auf Initiativen von Menschen gegeben, die sich dem Anti-Feminismus aktiv entgegenstellen.

Prof. Dr. Susanne Maurer ist Professorin der Sozialpädagogik an der Uni Marburg, stellvertretende Direktorin des Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung und seit 2017 Forscherin für das Projekt REVERSE. Dieses will die anti-feministische Diskursproduktion, ebenso wie deren Akteurs- und Adressat*innen-Gruppen untersuchen.

2.: Migrantinnen* und geflüchtete Frauen* teilen eine gemeinsame Erfahrung. Sie leben in einem Land, in dem sie oft nicht als gleichberechtigter Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden. Judit Alema wird die Projektarbeit der DaMigra e.V. und das MUT-Projekt vorstellen und dabei auf die Lebensrealitäten von Frauen* mit Migrations- und Fluchthintergrund eingehen.
Als „Mutmacherinnen* und Brückenbauerinnen*“ informiert das MUT-Projekt, berät, bildet und begleitet geflüchtete Frauen* und unterstützt dadurch ihre gesellschaftliche Teilhabe.

Judit Alema studierte Politikwissenschaft im Bachelor und
Goverance und Public Policy im Master an der TU- Darmstadt. Seit 2016 ist sie als Projektkoordinatorin im Dachverband der
Migrantinnen*selbstorganisation (DaMigra e.V.) MUT- Projekt, Standort Frankfurt am Main, tätig. Seit mehreren Jahren ist Frau Alema als Referentin* für Workshops zu Schwerpunkthemen der Migration, Rassismus, Fluchtursachen und ihre Folgen tätig